Investorenbau Prenzlauer Promenade 191/192

Schräge Betonklötze

Beschreibung: Auch diese Baulücke in Berlin-Weißensee wurde wenig verwunderlich mit einem Investorenbau gefüllt. Das Gebäude wurde innerhalb weniger Monaten hochgezogen und besteht aus Stahlbeton mit einer Fassade aus Sandsteinplatten.
Ein gewisser Gestaltungswille scheint dem Gebäude zugrunde zu liegen. Allerdings wirkt es klotzig und kalt, wie es die zeitgenössische Architektur vorsieht. Zudem fehlt optisch ein Dach, so daß das Ganze eher an ein funktionales Industriegebäude erinnert, als an ein Haus, das die Stadt zu einem schöneren Ort machen will.

Die Sandsteinplatten hätte man sich sparen können und stattdessen in ein optisch sichtbares Dach investieren. Stattdessen sind auf dem Dach deutlich erkennbar Industrieschornsteine und an der Seite Klimanlagen angebracht. Schön geht anders. Entsprechend konformer Aufwertungsbestrebungen mt dem Nebeneffekt der weiteren Gentifizierung, befinden sich im Erdgeschoß ein Bioladen und ein Spezialitätengeschäft.
Auf der Straßenseite gegenüber kann man in die Gustav-Adolf-Straße einsehen, die in klassischer Gründerzeitarchitektur vormacht, wie Städtebau auch ästhetischen Ansprüchen genügen – und zeitlos sein kann.

Architektur/Materialien: Stahlbeton mit Sandsteinplatten
Gestaltungswille: Im Rahmen des Zeitgeist-Dogmas ein Wenig vorhanden

  • Architekt/Bauunternehmen: p.arc Partnership of architecture
  • Weitere Informationen: Link 1
  • Jahr Fertigstellung: 2017
  • Index der Tristheit: 07 von 10

 

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