Berlin

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Investorenbau Enckestraße 4a (Berlin)

Platenbau für Reiche

Beschreibung: Dieser seltsame Bau, der sich wie auftürmende Eisschollen aus Beton erhebt, soll vermutlich Modernität und Neuorientierung verkörpern.
Von der Seite ein Plattenbau, wie zerhackt und falsch wieder zusammengewürfelt.
Von unten wirkt das Gebäude, als würde es einen erschlagen: fette Betonelemente, die wie frei in der Luft schweben, bedrohlich, unproportional, kastenhaft.Auf dem selben Grundstück spielt sich im Übrigen bereits seit einigen Jahren ein politischer Skandal ab, denn ein schöner Altbau wird vom Investor bewußt dem Verfall überlassen, um später auf den Trümmern des (derzeit noch) denkmalgeschützten Gebäudes einen neuen Investorenbau erreichten zu können. (mehr …)
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Friedrichstraße 30

Schmucklose 1990er-Jahre

Beschreibung: Dieses Gebäude hat viele rechte Winkel und viele Ecken und Kanten – allerdings ohne sonderlichen Charakter zu verstrahlen. Die Kühle, abweisende, geschmacksneutrale Architektur soll womöglich Professionalität vermitteln. Wohlfühlen fällt schwer.
Durch das Fehlen eines sichtbaren Daches sieht das Gebäude so aus, als fehlte ihm etwas. Ästhetisch unsausgewogen.Architektur/Materialien: Öde und eckig. Beton, Glas, Steinfassade.Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille fast gar nicht zu erkennen. (mehr …)

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Bunker am Rosa-Luxemburg-Platz („L40“)

Gefallen will dieses Gebäude nicht

Beschreibung: Dieser spitzkantige Bunker belästigt die Passanten des Rosa-Luxemburg-Platzes in Berlin-Mitte.
Klotzig und brutal macht sich dieser architektonische Keil am Platz breit. Qiez.de bringt die Meinungen zu diesem Haus auf den Punkt: „Die einen sagen: Das ist kein Gebäude, das ist eine Kriegserklärung. Die anderen sagen: Das ist große, aufregende Kunst.“

Laut dem Online-Magazin „gefällt“ das Gebäude den Bewohnern. Man macht es sich in seinem Egoismus als gesellschaftliche Randgruppe in Bezug auf Ästhetik aber zu einfach. Denken die Bewohner auch an ihre Mitmenschen, die es anders empfinden und das Gebäude Tag für Tag von außen sehen müssen? Es steht immerhin im öffentlichen Raum und ist damit nicht das Privatvergnügen einiger Modernisten! Daß es auch schöner geht, zeigen die umliegenden Straßenzüge. Selbst die Mietskaserne wirkt geradezu warm und menschlich gegen dieses düstere Machwerk. (mehr …)


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PwC Gebäude Berlin

Betonbrocken an der Spree

Beschreibung: Dieser Plattenbaukasten, der ein Wenig an das Beton-Zeitalter des sogenannten Brutalismus erinnert, steht dem Berliner Hauptbahnhof gegenüber.
Die Architektur der meisten Gefängnisse wirkt menschlicher und leichter. Die Grundform des Gebäudes ist würfelhaft-einfach, wohingegen zwischen den Fenstern eine fast kitschige schiefe Formgebung vorherrscht. Die möglicherweise durch die Asymmetrien gewollte Leichtigkeit verstärkt das Gefühl der Enge zusätzlich. (mehr …)

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Ateliergebäude Katharina Grosse (Berlin)

Grusel-Bunkerklotz

Beschreibung: Quadratischer als diesen Klotz kann man ein Gebäude wohl kaum bauen. Grau, kasten- und bunkerhaft, trist und abweisend. Die wenigen Fenster des Gebäudes sind gezielt unausgewogen der Ecke angebracht.
Die Form der Bunker des 2. Weltkriegs war dem Umstand geschuldet, daß sie nach rein ökonomisch-praktischen Gesichtspunkten gebaut worden waren. Dieses Geäbude ist offenbar jedoch mit voller Absicht in Bunker“ästhetik“ und brutalster Betonmanier errichtet worden. Und das für fast eine Million Euro!
Eine Holzvilla hätte wohl nicht einmal die Hälfte gekostet!Der Architekt schmeißt der Gesellschaft dieses Machwerk aus Beton ins Gesicht – ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Mitmenschen. Dieses Gebäude ist ein Affront, ein Übergriff, eine Beleidigung für alle Berliner und Besucher, die den Anblick ertragen müssen. Reißt es ab! (mehr …)

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Axel-Springer Hochhaus (Rudi-Dutschke-Straße / Berlin)

Aalglatte Fassade

Beschreibung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Axel-Springer-Verlag hatte sich hier schon Ende der 1950er Jahre ein Denkmal aus Glas, Beton und Stahl gesetzt. Ein Wenig wollte man wohl durch das hohe Gebäude auch die unmittelbar benacharte DDR ärgern.
Und später hetzte man von hier aus gegen die 68er-Bewegung – unter anderem gegen Rudi Dutschke. Heute wird hier der oberflächliche oder konservative Kram produziert, mit dem wir Tag für Tag leben müssen.
Zum Gebäude gehört auch die dahinter gelegene „Axel-Springer-Passage„, die zwischen 2000-2004 entstanden ist. Es handelt sich hierbei um eine triste Baracke aus Glas und Stahl (die auf dem Bild unten mit der Seitenansicht erkennbar ist).

Architektur/Materialien: Glas, Aluminium, Goldfarbe.
Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille ist mit etwas gutem Willen doch erkennbar, nur war man vom Zeitgeist der Hoch- und Plattenbauten infiziert. (mehr …)


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Friedrichstraße 207-208 („Wohnhaus am Checkpoint Charlie“)

Historischer Platz mit 90er-„Architektur“

Beschreibung: Dieser mißlungene Plattenbau mit viel Alu und Glas weist ein löchriges Vordach auf, das irgendwie schief angebracht wurde. Es handelt sich aber wohl weniger um Pfusch am Bau, als viel mehr um einen kläglichen Versuch von Seiten des Architekten, etwas Einzigartiges zu schaffen. Zur Geschmacklosigkeit paßt dann natürlich auch gut die McDonald’s-Filiale im Erdgeschoß.

Architektur/Materialien: Glas, Aluminium, Beton. Ansonsten viele lieblos zusammengewürfelten Rechtecke (und Löcher im Dach).

Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille ist erkennbar. Löcher im Dach: Sehr originell. (mehr …)


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Friedrichstraße 32/33

So häßlich kann Beton sein

Beschreibung: Ist es Funktionalismus? Sollen diese Betonsäulen Schmuck sein, oder hat man vergessen, das Baugerüst abzubauen? Schwer zu sagen. Das Widersprüchliche an dem Gebäude ist, daß durch seine Eckig- und Kantigkeit eigentlich eine Ideologie der Schmucklosigkeit vermittelt wird, die Vielzahl an Säulen und Stangen zugleich aber dann wieder doch schmückende Ornamente sein sollen. Ein Wenig erinnert dieses Gebäude an die Ästhetik des Science-Fiction-Horrorfilms „Alien“ von 1979. Siehe etwa hier. Es könnte sich um ein Raumschiff der bösartigen Kreaturen handeln.

Architektur/Materialien: Beton, Metall, Glas. Hauptsache billig und kalt.
Gestaltungswille: Gestaltungswille leider erkennbar. Schön kann man das Gebäude nicht nennen. Es ist vielmehr erstaunlich, in welchem Ausmaß das Stadtbild durch einen architektonischen „Einzeltäter“ in Mitleidenschaft gezogen werden kann. (mehr …)


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Charlottenstraße 97 („Kreuzberg Tower“)

„Kreuzberg Tower“


Beschreibung:
Ensemble aus drei Gebäuden, eines unschöner und unerfreulicher als das andere. Die Dächer der außen stehenden Gebäude sind quasi invertiert. Die Dachspitze liegt unterhalb der Außenseiten des Gebäudes. Sehr originell.
Das Hochhaus in der Mitte sowie die beiden Gebäude außen haben seltsam anmutende „Augenlider“ über allen Fenstern. Ob diese „Augen“ einen Schlafzimmerblick imitieren sollen?Architektur/Materialien: Alles Beton, außen billiger Polystyrolschaum mit Putz drauf, billige Anmutung (Klopfen an Hauswand). Viele rechte winkel, keine erkennbaren Verzierungen.

Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille ist erkennbar. Guter Geschmack allerdings nicht. Der Architekt meint wohl, seine Persönlichkeit spiegele sich auf künstlerische Art und Weise in dieser grauen Architektur. Schade nur, daß die BewohnerInnen Berlins diese Beton gewordene Profilneurose nun einige Jahrzehnte lang ertragen müssen. (mehr …)


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Lehderstraße 69

Beton-Kasten als Wohnhaus


Beschreibung:
Trauriger Kasten, der die eigentlich sehr schöne Lehderstraße ein wenig häßlicher macht. Gegen den schönen Altbau nebenan hat das Gebäude aber natürlich ästhetisch keine Chance.Architektur/Materialien: Viel Beton, außen mit Polystyrolschaum isoliert, billige Anmutung beim Klopfen an Hauswand. Viele rechte winkel, keine erkennbaren Verzierungen.Urteil: Schade, daß man ohne Sinn für Kultur und Schönheit diesen Klotz gesetzt hat. Wenn schon teuer wohnen, geht es dann nicht bitte etwas hübscher? (mehr …)