Glaskasten

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Hochhaus – Charlottenstraße 4 – Berlin

Gebogener Glaskasten mit Surfbrett

Beschreibung: Die aaglatte Klotzigkeit dieses Hochhauses soll offenbar aufgelockert werden durch seine leicht gebogene Form und ein nutzloses Designelement (nichts gegen schöne Ornamente!) auf dem Dach, das an ein Surfbrett erinnert.
Diese beiden halbherzigen Versuche täuschen jedoch nicht darüber hinweg, daß es sich um ein gesichtsloses Objekt von Investorenarchitektur handelt.
Es gibt nicht viel mehr zu sagen zu dieser massiven Glasfassade. Zu einem Schönheitswettbewerb sollte es lieber nicht antreten.
Passend ist der neue Mieter: Das windige Unternehmen Rocket Internet, das diesen Klotz schon mal im Vorwege des Umzugs in „Rocket Tower“ umgetauft hat. (mehr …)
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Emporio Hochhaus (Hamburg)

Abweisende Glasfassade

Beschreibung: Dieser unheimliche Hochhaus-Plattenbau mit verspiegelter Glasfassade wurde bereits in den 1960er Jahren auf den Trümmern schöner Fachwerk- und Gründerzeithäuser draufgeklotzt. Teile des historischen Gängeviertels waren zuvor mutwillig von Stadt und Investor zerstört worden.
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Haus der Deutschen Wirtschaft (Berlin)

Deutsche Wirtschaft im Kasten

Beschreibung: Dieser Glas- und Betonkasten fügt sich unharmonisch in die historischen Fassaden an der Spree mit Blick auf den Berliner Dom – nicht ein.
Über dem Gebäude thront ein Industriekran, welcher der langweilenden Häßlichkeit der Würfelformen noch einmal ein negatives I-Tüpfelchen aufsetzt. (mehr …)
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Berliner Hauptbahnhof

Sogar der Poller ist etwas unzufrieden

Beschreibung: Dieser gigantische, unförmige Glaskasten aus verwirrenden Treppen und Etagen ist der Hauptbahnhof der Bundeshauptstadt Berlin. Wer hier seinen Anschlußzug nicht verpaßt, hat einen überdurchschnittlichen Orientierungssinn (oder sucht 2 Stunden nach einem öffentlichen Klo).
Neben der fehlenden Funktionalität enttäuscht die Architektur durch die postmoderne Mischung aus eckigen Blöcken und runden, langgezogenen Hallen, die einfach nicht aus einem Guß sind.
Besonders deprimierend ist der Vergleich zu wirklich schönen Bahnhöfen mit ähnlicher Glas- und Stahlkonstruktion – wie etwa dem Hamburger Dammtor-Bahnhof.

Architektur/Materialien: Glas, Stahl
Gestaltungswille: Gestaltungswille, ja aber… (mehr …)

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Die neue Reichstagskuppel

Postmoderne Kuppel

Beschreibung: Bei der Sanierung des Reichstagsgebäudes im Zuge des Umzugs der Bundesregierung nach Berlin, wurde der „Star-Architekt“ Norman Foster mit der Kuppel-Neugestaltung beauftragt.
Ursprünglich hatte die Kuppel den selben Baustil wie das Gebäude.
Der unter dem Einfluß des Zeitgeists der 90er Jahre stehende Architekt ignorierte dies jedoch zugunsten einer modernistischen Formgebung: (mehr …)
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Paul-Löbe-Haus (Nebengebäude des Bundestags)

Austauschbare Betonarchitektur

Beschreibung: Die ästhetischen Unterschiede zwischen Lagerhalle, Flughafen-Terminal und Regierungsgebäude scheinen derzeit marginal zu sein, wie dieses Gebäude verstörend belegt.
Nicht daß irgendjemand außerhalb des Parlaments mit Karrierepolitikern Mitleid hätte, die in einem solchen Klotz arbeiten müssen. Das Problem ist viel mehr, daß alle anderen Menschen diese grotesk öden und gewollt progressivistischen Gebäude ertragen müssen.
Dieser unwürdige Funktionsbau, dieses Armutszeugnis aus Beton soll also den Nationalstaat nach innen und außen repräsentieren. Die Phantasielosigkeit moderner deutscher Betonarchitektur zeigt sich auch etwa am Umstand, daß der Eingang des Gebäudes fast genau so aussieht, wie der Eingang des geplanten Problem-Flughafens BER. (mehr …)
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Axel-Springer Hochhaus (Rudi-Dutschke-Straße / Berlin)

Aalglatte Fassade

Beschreibung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Axel-Springer-Verlag hatte sich hier schon Ende der 1950er Jahre ein Denkmal aus Glas, Beton und Stahl gesetzt. Ein Wenig wollte man wohl durch das hohe Gebäude auch die unmittelbar benacharte DDR ärgern.
Und später hetzte man von hier aus gegen die 68er-Bewegung – unter anderem gegen Rudi Dutschke. Heute wird hier der oberflächliche oder konservative Kram produziert, mit dem wir Tag für Tag leben müssen.
Zum Gebäude gehört auch die dahinter gelegene „Axel-Springer-Passage„, die zwischen 2000-2004 entstanden ist. Es handelt sich hierbei um eine triste Baracke aus Glas und Stahl (die auf dem Bild unten mit der Seitenansicht erkennbar ist).

Architektur/Materialien: Glas, Aluminium, Goldfarbe.
Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille ist mit etwas gutem Willen doch erkennbar, nur war man vom Zeitgeist der Hoch- und Plattenbauten infiziert. (mehr …)

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