No Picture

Stuck und Altbau statt Sichtbeton und Investoren­architektur!

Vorstellung dieser Internetseite gegen die rein ökonomisch motivierten Hervorbringungen moderner Architektur.

„Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
George Sand1

Da wir mit dem Efeu­pflan­zen nicht hinterherkommen würden, aber etwas getan werden muß, wurde die Inter­netseite Investorenarchitektur.de ins Leben gerufen…

(mehr …)

Share
Weiterlesen


No Picture

Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum (Humboldt-Universität, Berlin)

Die abweisende Fassade

Beschreibung: Dieser grauenvolle Funktionsbau, der mit Architekturpreisen nur so überhäuft wurde, sieht innen noch schlimmer aus, als außen. Nicht, daß das Gebäude den Betrachter fast erschlägt, so abweisend, kalt und bunkerhaft  klotzt es sich in die Mitte Berlins; innen ist dieses Bibliotheksgebäude alptraumhaft beengend und überaus unübersichtlich, fast labyrinthhaft verwinkelt. Der Architekt muß ein grauenvoller und unpraktischer Mensch sein. Bei Wikipedia steht über die Kritk am Gebäude:

Auffällig ist die Diskrepanz zwischen dem allgemeinen Lob der Politik und der etablierten Architekturkritik in den Zeitungsfeuilletons, das sich im Wesentlichen auf die Gestaltung der Fassade und des treppenförmigen Hauptlesesaals bezieht, und der vielfach belegten Kritik durch die Benutzer an Platzkapazität Akustik, Verkehrswegen (Treppen, Fahrstühle, Toiletten, Barrierefreiheit, Orientierung), Klimatechnik, Kopiermöglichkeiten und Garderobe.

(mehr …)

Share

No Picture

San Gerardo Sagredo (Venedig)

Beschreibung: Diese Kirche steht auf der westlichen Seite der südlichsten Insel der Stadt Venedig. Die Stadt ist ja bekannt für ihre überaus historischen Gebäude, die überwiegend stark verziert – und nach allgemeiner Auffassung auch schön sind. Diese Kirche soll vielleicht ein Wenig ein Gegenpol dazu darstellen. Dabei ist zu bemerken, daß es kaum stört in einer so schönen Stadt. Solange die Zahl solcher Gebäude eben gering ist. (mehr …)
Share

No Picture

Investorenbau Prenzlauer Promenade 191/192

Schräge Betonklötze

Beschreibung: Auch diese Baulücke in Berlin-Weißensee wurde wenig verwunderlich mit einem Investorenbau gefüllt. Das Gebäude wurde innerhalb weniger Monaten hochgezogen und besteht aus Stahlbeton mit einer Fassade aus Sandsteinplatten.
Ein gewisser Gestaltungswille scheint dem Gebäude zugrunde zu liegen. Allerdings wirkt es klotzig und kalt, wie es die zeitgenössische Architektur vorsieht. Zudem fehlt optisch ein Dach, so daß das Ganze eher an ein funktionales Industriegebäude erinnert, als an ein Haus, das die Stadt zu einem schöneren Ort machen will. (mehr …)
Share

No Picture

Investorenbau Enckestraße 4a (Berlin)

Platenbau für Reiche

Beschreibung: Dieser seltsame Bau, der sich wie auftürmende Eisschollen aus Beton erhebt, soll vermutlich Modernität und Neuorientierung verkörpern.
Von der Seite ein Plattenbau, wie zerhackt und falsch wieder zusammengewürfelt.
Von unten wirkt das Gebäude, als würde es einen erschlagen: fette Betonelemente, die wie frei in der Luft schweben, bedrohlich, unproportional, kastenhaft.Auf dem selben Grundstück spielt sich im Übrigen bereits seit einigen Jahren ein politischer Skandal ab, denn ein schöner Altbau wird vom Investor bewußt dem Verfall überlassen, um später auf den Trümmern des (derzeit noch) denkmalgeschützten Gebäudes einen neuen Investorenbau erreichten zu können. (mehr …)
Share

No Picture

Bundesinnenministerium (Berlin)

Ausstrahlung wie ein Gefängnis

Beschreibung: Das Bundesinnenministerium glänzt nicht nur nicht durch innere Werte, sondern auch nicht durch äußere, wie an diesem abweisenden Beton- und Glasmachwerk unschwer zu erkennen ist.
Die Architektur ähnelt jener neuen Gebäude des Bundesnachichtendienstes.
Auch im Fallde des Bundesinnenministeriums ist wieder einmal ein sogenannter Gewinnerentwurf planerische Grundlage, der im Zuge eines Architekturwettbewergs ermittelt worden war.

Fazit: Ein weiteres architektonisches Trauerspiel im politischen Berlin. (mehr …)

Share

No Picture

Hamburger Kunsthalle / Galerie der Gegenwart (Anbau)

Klotzig, klotziger, Kunsthalle

Beschreibung: Die „Kunsthalle“ ist ein mäßiges Kunstmuseum in deutschlands zweitgrößter Stadt. Hamburg legt mehr Wert auf Eventkultur und Prestigeprojekte, wie an der 700-Millionen teuren Elbphilharmonie, an Großveranstaltungen wie groß angelegten Rocker-Motorrad-Treffen, Marathons – oder der Vielzahl sinnloser Kommerz-Musicals gut erkennbar ist.
Die ursprüngliche Kunsthalle wurde von Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude entworfen und 1869 fertiggestellt.
Der erste Erweiterungsbau ist ein hübsches, neoklassisches Gebäude mit einer Kuppel aus Kupfer – entworfen von Fritz Schumacher.

Der zweite, neuere Anbau ist der hier dargestellte, von Oswald Mathias Ungers entworfene Beton-Würfel. Er war nicht so billig, wie er aussieht und wurde 1996 fertiggestellt – für umgerechnet etwas über 72 Mio. Euro.
(mehr …)

Share

No Picture

Mühlenstraße 60 – MediaSpree

Plattenbau-Hochhaus für Reiche

Beschreibung: Als Teil des städtebaulichen Großprojekts „Mediaspree“, soll dieses Hochhaus mit Quadratmeterpreisen von bis zu 8000 Euro den schmalen Eliten der Gesellschaft verfügbar gemacht werden.
Da Gebäude nennt sich sehr „kreativ“ „Living Levels“Architektur/Materialien: Überwiegend Betonplatten, Glas

Gestaltungswille: Ist ein Wenig erkennbar. Leider überwiegt das Effizienzdenken. Etwas weniger langweiliger Plattenbau bleibt dennoch ein Plattenbau. (mehr …)

Share

No Picture

Friedrichstraße 30

Schmucklose 1990er-Jahre

Beschreibung: Dieses Gebäude hat viele rechte Winkel und viele Ecken und Kanten – allerdings ohne sonderlichen Charakter zu verstrahlen. Die Kühle, abweisende, geschmacksneutrale Architektur soll womöglich Professionalität vermitteln. Wohlfühlen fällt schwer.
Durch das Fehlen eines sichtbaren Daches sieht das Gebäude so aus, als fehlte ihm etwas. Ästhetisch unsausgewogen.Architektur/Materialien: Öde und eckig. Beton, Glas, Steinfassade.Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille fast gar nicht zu erkennen. (mehr …)
Share

No Picture

Bunker am Rosa-Luxemburg-Platz („L40“)

Gefallen will dieses Gebäude nicht

Beschreibung: Dieser spitzkantige Bunker belästigt die Passanten des Rosa-Luxemburg-Platzes in Berlin-Mitte.
Klotzig und brutal macht sich dieser architektonische Keil am Platz breit. Qiez.de bringt die Meinungen zu diesem Haus auf den Punkt: „Die einen sagen: Das ist kein Gebäude, das ist eine Kriegserklärung. Die anderen sagen: Das ist große, aufregende Kunst.“

Laut dem Online-Magazin „gefällt“ das Gebäude den Bewohnern. Man macht es sich in seinem Egoismus als gesellschaftliche Randgruppe in Bezug auf Ästhetik aber zu einfach. Denken die Bewohner auch an ihre Mitmenschen, die es anders empfinden und das Gebäude Tag für Tag von außen sehen müssen? Es steht immerhin im öffentlichen Raum und ist damit nicht das Privatvergnügen einiger Modernisten! Daß es auch schöner geht, zeigen die umliegenden Straßenzüge. Selbst die Mietskaserne wirkt geradezu warm und menschlich gegen dieses düstere Machwerk. (mehr …)

Share