Berliner Stadtschloß (Ostseite/Innenhof)

Betonseite

Beschreibung: Das Prestigeprojekt „Berliner Stadtschloß“ entsteht momentan neu – auf dem Standort des 2007-08 abgerissenen „Palasts der Republik“ (DDR) und des zuvor durch die DDR abgerissenen alten Stadtschlosses.
Das Schloß wird trotz Beton-Struktur im Inneren im Original-Stil des 19. Jahrhunderts gebaut. Eigentlich. Um nicht allzuviel gestalterische Harmonie aufkommen zu lassen, hat der Architekt jedoch ein skurriles Stilwirrwar geschaffen, das in der Bunker-Wand auf der Ost-Seite kulminiert.Die Gründe für eine solche Tat bleiben im Ungewissen. Eines steht aber fest: architektonisch und ästhetisch paßt diese Betonklotz-Fassade in keiner Weise zur optischen Gesamterscheinung des Stadtschlosses (vielleicht kratzt man sich in 15 Jahren verwundert am Kopf und klebt eine Prunkfassade drauf). Die Jury, die diesen wahnsinnigen Entwurf auswählte, verhöhnte die Berliner Öffentlichkeit seinerzeit mit der verrückten Aussage:
„Die Entwicklung einer Architektur, in der diese beiden Ansätze in einem großen Wurf mit einander harmonisch vereint werden, hat der Preisträger des Architekturwettbewerbs, der Italiener Prof. Franco Stella vorzüglich gemeistert.“
(Zitat: „Fördervein Berliner Schloss e.V.“)

Und nun haben alle, denen Symmetrie und eine harmonische äußere Erscheinung Anliegen sind, unter dem geschmacklichen Versagen von Jury und Architekten zu leiden. Und das vermutlich mehrere hundert Jahre
Im Übrigen hat der Architekt neben der Ostseite auch den Innenhof mit postmodernem Beton verhunzt, wie hier und hier zu erkennen ist.

Architektur/Materialien: Grauer, rechteckiger Beton!
Gestaltungswille: Offensichtlich nicht vorhanden.

  • Architekt/Bauunternehmen: Architekturbüro Franco Stellas (Vicenza/Italien)
  • Jahr Fertigstellung: 2018?
  • Index der Tristheit: 10 von 10
  • Weitere Informationen


 


 

Über Investorenarchitektur.de:

„Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
George Sand1

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Diese Internetseite soll aufzeigen, daß Architektur heute viel zu häufig nach rein ökonomischen Gesichtspunkten entsteht. Diese nicht neue Entwicklung soll kritisch dokumentiert werden, indem einzelne Gebäude exemplarisch dargestellt und kommentiert werden. Um das Spektrum architektonischer Ungeheuerlichkeiten abzudecken, finden sich auf dieser Seite eine Gesamtkarte für den Überblick in Bezuga auf die geographische Verteilung von Investorenarchitektur.

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