2000er-Jahre

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Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum (Humboldt-Universität, Berlin)

Die abweisende Fassade

Beschreibung: Dieser grauenvolle Funktionsbau, der mit Architekturpreisen nur so überhäuft wurde, sieht innen noch schlimmer aus, als außen. Nicht, daß das Gebäude den Betrachter fast erschlägt, so abweisend, kalt und bunkerhaft  klotzt es sich in die Mitte Berlins; innen ist dieses Bibliotheksgebäude alptraumhaft beengend und überaus unübersichtlich, fast labyrinthhaft verwinkelt. Der Architekt muß ein grauenvoller und unpraktischer Mensch sein. Bei Wikipedia steht über die Kritk am Gebäude:

Auffällig ist die Diskrepanz zwischen dem allgemeinen Lob der Politik und der etablierten Architekturkritik in den Zeitungsfeuilletons, das sich im Wesentlichen auf die Gestaltung der Fassade und des treppenförmigen Hauptlesesaals bezieht, und der vielfach belegten Kritik durch die Benutzer an Platzkapazität Akustik, Verkehrswegen (Treppen, Fahrstühle, Toiletten, Barrierefreiheit, Orientierung), Klimatechnik, Kopiermöglichkeiten und Garderobe.

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Bunker am Rosa-Luxemburg-Platz („L40“)

Gefallen will dieses Gebäude nicht

Beschreibung: Dieser spitzkantige Bunker belästigt die Passanten des Rosa-Luxemburg-Platzes in Berlin-Mitte.
Klotzig und brutal macht sich dieser architektonische Keil am Platz breit. Qiez.de bringt die Meinungen zu diesem Haus auf den Punkt: „Die einen sagen: Das ist kein Gebäude, das ist eine Kriegserklärung. Die anderen sagen: Das ist große, aufregende Kunst.“Laut dem Online-Magazin „gefällt“ das Gebäude den Bewohnern. Man macht es sich in seinem Egoismus als gesellschaftliche Randgruppe in Bezug auf Ästhetik aber zu einfach. Denken die Bewohner auch an ihre Mitmenschen, die es anders empfinden und das Gebäude Tag für Tag von außen sehen müssen? Es steht immerhin im öffentlichen Raum und ist damit nicht das Privatvergnügen einiger Modernisten! Daß es auch schöner geht, zeigen die umliegenden Straßenzüge. Selbst die Mietskaserne wirkt geradezu warm und menschlich gegen dieses düstere Machwerk. (mehr …)
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Ateliergebäude Katharina Grosse (Berlin)

Grusel-Bunkerklotz

Beschreibung: Quadratischer als diesen Klotz kann man ein Gebäude wohl kaum bauen. Grau, kasten- und bunkerhaft, trist und abweisend. Die wenigen Fenster des Gebäudes sind gezielt unausgewogen der Ecke angebracht.
Die Form der Bunker des 2. Weltkriegs war dem Umstand geschuldet, daß sie nach rein ökonomisch-praktischen Gesichtspunkten gebaut worden waren. Dieses Geäbude ist offenbar jedoch mit voller Absicht in Bunker“ästhetik“ und brutalster Betonmanier errichtet worden. Und das für fast eine Million Euro!
Eine Holzvilla hätte wohl nicht einmal die Hälfte gekostet!Der Architekt schmeißt der Gesellschaft dieses Machwerk aus Beton ins Gesicht – ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Mitmenschen. Dieses Gebäude ist ein Affront, ein Übergriff, eine Beleidigung für alle Berliner und Besucher, die den Anblick ertragen müssen. Reißt es ab! (mehr …)
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Berliner Hauptbahnhof

Sogar der Poller ist etwas unzufrieden

Beschreibung: Dieser gigantische, unförmige Glaskasten aus verwirrenden Treppen und Etagen ist der Hauptbahnhof der Bundeshauptstadt Berlin. Wer hier seinen Anschlußzug nicht verpaßt, hat einen überdurchschnittlichen Orientierungssinn (oder sucht 2 Stunden nach einem öffentlichen Klo).
Neben der fehlenden Funktionalität enttäuscht die Architektur durch die postmoderne Mischung aus eckigen Blöcken und runden, langgezogenen Hallen, die einfach nicht aus einem Guß sind.
Besonders deprimierend ist der Vergleich zu wirklich schönen Bahnhöfen mit ähnlicher Glas- und Stahlkonstruktion – wie etwa dem Hamburger Dammtor-Bahnhof.
Architektur/Materialien: Glas, Stahl
Gestaltungswille: Gestaltungswille, ja aber… (mehr …)
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Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Nebengebäude des Bundestags)

Bunkerwand („Sichtbeton“)

Beschreibung: Dieses Gebäude ist das Nachbargebäude des Paul-Löbe-Hauses. Der Beton zieht sich hinüber zur anderen Spreeseite, ohne eine ästhetische Besserung zu bringen. Ansonsten hat dieses Gebäude mehr seltsame Design-Schnörkel, die dem ansonsten proklamierten Pseudofunktionalismus optisch widersprechen. Dieses Gebäude hat kein Konzept und ist nicht aus einem Guß gebaut, sondern wirkt wie ein Flickenteppich aus zufällig zusammengewürfelten funktionalistischen Betonelementen aus Industrie und Maschinenbau.

Architektur/Materialien: Beton, Glas, Stahl
Gestaltungswille: In gewisser Weise erkennbar (mehr …)

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Paul-Löbe-Haus (Nebengebäude des Bundestags)

Austauschbare Betonarchitektur

Beschreibung: Die ästhetischen Unterschiede zwischen Lagerhalle, Flughafen-Terminal und Regierungsgebäude scheinen derzeit marginal zu sein, wie dieses Gebäude verstörend belegt.
Nicht daß irgendjemand außerhalb des Parlaments mit Karrierepolitikern Mitleid hätte, die in einem solchen Klotz arbeiten müssen. Das Problem ist viel mehr, daß alle anderen Menschen diese grotesk öden und gewollt progressivistischen Gebäude ertragen müssen.
Dieser unwürdige Funktionsbau, dieses Armutszeugnis aus Beton soll also den Nationalstaat nach innen und außen repräsentieren. Die Phantasielosigkeit moderner deutscher Betonarchitektur zeigt sich auch etwa am Umstand, daß der Eingang des Gebäudes fast genau so aussieht, wie der Eingang des geplanten Problem-Flughafens BER. (mehr …)
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