Berlin

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Hochhaus – Charlottenstraße 4 – Berlin

Gebogener Glaskasten mit Surfbrett

Beschreibung: Die aaglatte Klotzigkeit dieses Hochhauses soll offenbar aufgelockert werden durch seine leicht gebogene Form und ein nutzloses Designelement (nichts gegen schöne Ornamente!) auf dem Dach, das an ein Surfbrett erinnert.
Diese beiden halbherzigen Versuche täuschen jedoch nicht darüber hinweg, daß es sich um ein gesichtsloses Objekt von Investorenarchitektur handelt.
Es gibt nicht viel mehr zu sagen zu dieser massiven Glasfassade. Zu einem Schönheitswettbewerb sollte es lieber nicht antreten.
Passend ist der neue Mieter: Das windige Unternehmen Rocket Internet, das diesen Klotz schon mal im Vorwege des Umzugs in „Rocket Tower“ umgetauft hat. (mehr …)
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Ateliergebäude Katharina Grosse (Berlin)

Grusel-Bunkerklotz

Beschreibung: Quadratischer als diesen Klotz kann man ein Gebäude wohl kaum bauen. Grau, kasten- und bunkerhaft, trist und abweisend. Die wenigen Fenster des Gebäudes sind gezielt unausgewogen der Ecke angebracht.
Die Form der Bunker des 2. Weltkriegs war dem Umstand geschuldet, daß sie nach rein ökonomisch-praktischen Gesichtspunkten gebaut worden waren. Dieses Geäbude ist offenbar jedoch mit voller Absicht in Bunker“ästhetik“ und brutalster Betonmanier errichtet worden. Und das für fast eine Million Euro!
Eine Holzvilla hätte wohl nicht einmal die Hälfte gekostet!Der Architekt schmeißt der Gesellschaft dieses Machwerk aus Beton ins Gesicht – ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Mitmenschen. Dieses Gebäude ist ein Affront, ein Übergriff, eine Beleidigung für alle Berliner und Besucher, die den Anblick ertragen müssen. Reißt es ab! (mehr …)
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Haus der Deutschen Wirtschaft (Berlin)

Deutsche Wirtschaft im Kasten

Beschreibung: Dieser Glas- und Betonkasten fügt sich unharmonisch in die historischen Fassaden an der Spree mit Blick auf den Berliner Dom – nicht ein.
Über dem Gebäude thront ein Industriekran, welcher der langweilenden Häßlichkeit der Würfelformen noch einmal ein negatives I-Tüpfelchen aufsetzt. (mehr …)
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Berliner Hauptbahnhof

Sogar der Poller ist etwas unzufrieden

Beschreibung: Dieser gigantische, unförmige Glaskasten aus verwirrenden Treppen und Etagen ist der Hauptbahnhof der Bundeshauptstadt Berlin. Wer hier seinen Anschlußzug nicht verpaßt, hat einen überdurchschnittlichen Orientierungssinn (oder sucht 2 Stunden nach einem öffentlichen Klo).
Neben der fehlenden Funktionalität enttäuscht die Architektur durch die postmoderne Mischung aus eckigen Blöcken und runden, langgezogenen Hallen, die einfach nicht aus einem Guß sind.
Besonders deprimierend ist der Vergleich zu wirklich schönen Bahnhöfen mit ähnlicher Glas- und Stahlkonstruktion – wie etwa dem Hamburger Dammtor-Bahnhof.
Architektur/Materialien: Glas, Stahl
Gestaltungswille: Gestaltungswille, ja aber… (mehr …)
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Berliner Stadtschloß (Ostseite/Innenhof)

Betonseite

Beschreibung: Das Prestigeprojekt „Berliner Stadtschloß“ entsteht momentan neu – auf dem Standort des 2007-08 abgerissenen „Palasts der Republik“ (DDR) und des zuvor durch die DDR abgerissenen alten Stadtschlosses.
Das Schloß wird trotz Beton-Struktur im Inneren im Original-Stil des 19. Jahrhunderts gebaut. Eigentlich. Um nicht allzuviel gestalterische Harmonie aufkommen zu lassen, hat der Architekt jedoch ein skurriles Stilwirrwar geschaffen, das in der Bunker-Wand auf der Ost-Seite kulminiert. (mehr …)
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Die neue Reichstagskuppel

Postmoderne Kuppel

Beschreibung: Bei der Sanierung des Reichstagsgebäudes im Zuge des Umzugs der Bundesregierung nach Berlin, wurde der „Star-Architekt“ Norman Foster mit der Kuppel-Neugestaltung beauftragt.
Ursprünglich hatte die Kuppel den selben Baustil wie das Gebäude.
Der unter dem Einfluß des Zeitgeists der 90er Jahre stehende Architekt ignorierte dies jedoch zugunsten einer modernistischen Formgebung: (mehr …)
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Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Nebengebäude des Bundestags)

Bunkerwand („Sichtbeton“)

Beschreibung: Dieses Gebäude ist das Nachbargebäude des Paul-Löbe-Hauses. Der Beton zieht sich hinüber zur anderen Spreeseite, ohne eine ästhetische Besserung zu bringen. Ansonsten hat dieses Gebäude mehr seltsame Design-Schnörkel, die dem ansonsten proklamierten Pseudofunktionalismus optisch widersprechen. Dieses Gebäude hat kein Konzept und ist nicht aus einem Guß gebaut, sondern wirkt wie ein Flickenteppich aus zufällig zusammengewürfelten funktionalistischen Betonelementen aus Industrie und Maschinenbau.

Architektur/Materialien: Beton, Glas, Stahl
Gestaltungswille: In gewisser Weise erkennbar (mehr …)

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Paul-Löbe-Haus (Nebengebäude des Bundestags)

Austauschbare Betonarchitektur

Beschreibung: Die ästhetischen Unterschiede zwischen Lagerhalle, Flughafen-Terminal und Regierungsgebäude scheinen derzeit marginal zu sein, wie dieses Gebäude verstörend belegt.
Nicht daß irgendjemand außerhalb des Parlaments mit Karrierepolitikern Mitleid hätte, die in einem solchen Klotz arbeiten müssen. Das Problem ist viel mehr, daß alle anderen Menschen diese grotesk öden und gewollt progressivistischen Gebäude ertragen müssen.
Dieser unwürdige Funktionsbau, dieses Armutszeugnis aus Beton soll also den Nationalstaat nach innen und außen repräsentieren. Die Phantasielosigkeit moderner deutscher Betonarchitektur zeigt sich auch etwa am Umstand, daß der Eingang des Gebäudes fast genau so aussieht, wie der Eingang des geplanten Problem-Flughafens BER. (mehr …)
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Bundeskanzleramt

Kein Warenlager, Regierungsgebäude!

Beschreibung: Dies ist die „Waschmaschine“, wie sie in Berlin genannt wird. Wer einen solchen Architekten hat, braucht keine Feinde.
Wo ist beim Hauptgebäude oben, wo ist unten – wo innen, wo außen? Es wirkt, als habe jemand versucht, Schläuche und Kabel der Waschmaschine außen anzubringen. Wenn man so will, fehlt gar eine Fassade, um das unansehnliche Innenleben zu überdecken.
Hinter und neben dem mittig platzierten Vorzeige-Gebäudeteil befinden sich zwei langgezogene Plattenbauten im Stil des Löbe-Hauses – oder eher – im Stil einer Lagerhalle. (mehr …)
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Axel-Springer Hochhaus (Rudi-Dutschke-Straße / Berlin)

Aalglatte Fassade

Beschreibung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Axel-Springer-Verlag hatte sich hier schon Ende der 1950er Jahre ein Denkmal aus Glas, Beton und Stahl gesetzt. Ein Wenig wollte man wohl durch das hohe Gebäude auch die unmittelbar benachbarte DDR ärgern.
Und später hetzte man von hier aus gegen die 68er-Bewegung – unter anderem gegen Rudi Dutschke. Heute wird hier der oberflächliche oder konservative Kram produziert, mit dem wir Tag für Tag leben müssen.
Zum Gebäude gehört auch die dahinter gelegene „Axel-Springer-Passage„, die zwischen 2000-2004 entstanden ist. Es handelt sich hierbei um eine triste Baracke aus Glas und Stahl (die auf dem Bild unten mit der Seitenansicht erkennbar ist).
Architektur/Materialien: Glas, Aluminium, Goldfarbe.
Gestaltungswille: Ein Gestaltungswille ist mit etwas gutem Willen doch erkennbar, nur war man vom Zeitgeist der Hoch- und Plattenbauten infiziert. (mehr …)
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